Versicherungen sind keine Errungenschaften der Neuzeit - sondern tatsächlich schon seit Jahrtausenden bestehende Einrichtungen bzw. Zusammenschlüsse vieler Personen, um die Last einzelner Schadensereignisse auf viele Schultern zu verteilen. Das Bedürfnis, sich und die eigene Familie gegen die Gefahren des Alltags abzusichern - ist viel älter als die Zeitrechnung der Menschheit...
Teilweise wird in der Literatur die Meinung vertreten, dass sich erste Hinweise auf Versicherungen bereits fast 1.800 Jahre vor Beginn der christlichen Zeitrechnung in den Gesetzen von König Hammurabi
finden lassen. Bei der von dem babylonischen König Hammurabi formulierten "Codex Hammurabi" handelt es sich aber hauptsächlich um Gesetzestexte
mit der Bestimmung über die Tragung von Verlusten durch den Geschäftsherrn bei Raubüberfällen auf Karawanen. Hierbei werden auch Haftungsfälle
erwähnt und die Konsequenzen für denjenigen, welcher ein Schadensereignis verschuldet hat. Allerdings handelt es sich hierbei lediglich um
einen Gesetzestext, welcher keinen Rückschluss auf eventuell schon zu dieser Zeit bestehende Versicherungen zulässt.
Bereits in der
Zeit des römischen Reiches gründeten ärmere Teile der Bevölkerung die Sterbekasse "Collegia funeratica". Grundgedanke hierbei war es, die
zu dieser Zeit teuren und aufwendigen Begräbniszeremonien, die sich die weniger privilegierten Teile der Bevölkerung nicht leisten konnten
auf eine Vielzahl von "Versicherten" zu verteilen. Dieses Prinzip, größere finanzielle Aufwendungen, die ein einzelner nicht ohne weiteres
tragen kann auf eine Gemeinschaft zu verteilen, ist auch heute noch das Prinzip jeder bestehenden Risikoversicherung.
Aber nicht nur
die vielleicht erste Sterbekasse in der Geschichte der Menschheit wurde im römischen Reich gegründet. Mit der "Collegia tenuiorium" findet
man schon in der Antike erste Ansätze für eine Krankenversicherung. Schon zu dieser Zeit schlossen sich einfache römische Bürger in einer
Gemeinschaft zusammen, um ihren Mitgliedern eine ärztliche Versorgung zukommen zu lassen. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte wurde diese
Aufgabe allerdings in erster Linie hauptsächlich von den Kirchen übernommen, die sich dann vorwiegend um Kranke und Bedürftige kümmerte.
Mit der Gründung der verschiedenen Gilden im Mittelalter entstanden wahrscheinlich auch die ersten Versicherungen auf deutschem Gebiet. Hier wurden
Schadensfälle bei Bränden und die Unterstützung Schiffbrüchiger abgedeckt. Nachvollziehen lässt sich dies anhand der Geschichtsaufzeichnungen in welchen
Karl der Große im 8. Jahrhundert solche Versicherungen verbot. Ich Rückschluss lässt sich daher herleiten, dass diese Versicherungen bereits zu dieser
Zeit bestanden haben müssen.
Brände scheinen hierbei ein Problem zu sein, bei welchem die Menschen schon früh den Bedarf hatten, hieraus
resultierende Schäden zu versichern, um das finanzielle Risiko zu verteilen. Erkennbar ist dies zum Beispiel an den sogenannten Brandgilden
die schon im 16. Jahrhundert ein Versicherungsprinzip hatten, dass als Vorläufer der heutigen Versicherungen auf Gegenseitigkeit gewertet
werden kann.
So betrachtet sich die Hamburger Feuerkasse als älteste Versicherung der Welt. Gemeint ist hierbei wohl die Gründung
einer Versicherung aus öffentlicher Hand. Die Hamburger Feuerkasse wurde im Jahre 1676 durch die Bürger und den Rat der Stadt Hamburg
gegründet, da die Stadt Hamburg den Bürgern durch zahlreiche Brände zu dieser Zeit eine Lösung für hohe Einzelschäden bieten wollte. So
konnte der finanzielle Aufwand der durch Brände entstand auf die Gemeinschaft der Versicherten aufgeteilt werden. Allerdings bestanden
bereits vor der Gründung der Hamburger Feuerkasse sogenannte Feuerkontrakte. Diese seit 1591 bereits bestehenden "Versicherungen" wurden
im Rahmen der Gründung der Feuerkasse übernommen.
Die erste bekannte Lebensversicherung wurde Ende des 16. Jahrhunderts in England
registriert. Allerdings lässt sich diese sicher nicht mit den heute bestehenden Lebensversicherungen vergleichen und es handelte sich
hierbei wohl auch noch der heutigen englischen Mentalität entsprechend eher um eine Vereinbarung mit Wettcharakter als um eine tatsächliche
Lebensversicherung nach versicherungs-technischen Gesichtspunkten. Die erste bekannte Gesellschaft im Bereich der Lebensversicherungen,
die in ihren Tarifen schon mathematische Grundlagen verwendete ist die 1765 in England gegründete Equitable Life Assurance Society.
Die erste bekannte Sachversicherung auf kaufmännischer Basis wurde um 1700 auch in England gegründet. Dies schließt nicht aus, dass es
schon viel früher Möglichkeiten gab, sich gegen entsprechende Schäden zu versichern sondern bezieht sich lediglich auf die tatsächliche
Gründung einer Gesellschaft zu diesem Zweck. Allerdings war wohl von diesem Zeitpunkt an der Grundstein für die weitere Entwicklung des
Versicherungsmarktes für die nächsten Jahrhunderte gelegt, da sich dieser Bereich von nun an immer schneller entwickelte und immer mehr
Versicherungssparten entstanden.
Erst Anfang des 19. Jahrhunderts kam auch in den deutschen Versicherungsmarkt eine größere
Bewegung. Grund hierfür war der wirtschaftliche Aufschwung in Deutschland, der z.B. durch die Abschaffung von Binnenzöllen, der
fortschreitenden Industrialisierung und einige andere Faktoren ausgelöst wurde. Der älteste deutsche Lebensversicherer ist die im Jahr
1827 gegründete Gothaer Lebensversicherungsbank, die damit über 60 Jahre nach der englischen Equitable Life Assurance Society gegründet
wurde, bzw. fast 250 Jahre nachdem es in England möglich war, Lebensversicherungsverträge abzuschließen.
Trotz dieser relativen
frühen Gründung einer Versicherung in Deutschland lässt sich in der Geschichte nach verfolgen, dass Deutschland hier keineswegs eine
Vorreiterrolle im frühen europäischen Versicherungsmarkt spielte. Viel mehr lag zum Beispiel die Versicherung mobiler Güter noch bis
ins 19. Jahrhundert fast ausschließlich in der Hand ausländischer Anbieter. Hier wurde der deutsche Markt hauptsächlich von englischen
und französischen Versicherungsgesellschaften abgedeckt.
Kurz danach kam es dann sogar bei den Versicherern zur Überlegung, dass
größere Schadensereignisse besser auf eine Gemeinschaft von Versicherern zu verteilen sind, um das Risiko von hohen Einzelschäden zu
verteilen. Nun folgte die Entstehung weiterer Versicherungsgesellschaften in Deutschland in rascher Folge. Die Versicherungsbereiche
Feuerversicherung, Lebensversicherung und Transportversicherung wurden hier schon recht schnell durch deutsche Versicherungs-Aktiengesellschaften
abgedeckt.
Im 20. Jahrhundert nahmen das Wachstum und die Produktpalette der Versicherer dann fast ungebremst zu. Es wurden völlig neue
Bereiche geschaffen in denen es möglich ist, nahezu alle möglichen Schadensfälle zu versichern. So ist es den Versicherungs-gesellschaften
heutzutage möglich für fast jedes Ereignis das eintreten kann, die Wahrscheinlichkeit zu berechnen mit der es eintritt und dann die
benötigte Versicherungsprämie zu berechnen...
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Viele Versicherungen sind sinnvoll und nutzen im Schadensfall sehr. Doch wie bei allem im Leben, kommt es auch immer bei Versicherungen, auf die richtige Auswahl der Versicherungspolice an...
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Hinweise auf einen Seeversicherungsvertrag lassen sich bereits im 13. Jahrhundert in Italien finden.
Um die Risiken der damaligen Seeschifffahrt zu verteilen bzw. für die Schiffsbetreiber und Schiffseigner kalkulierbar zu machen, bestand
hier schon die Möglichkeit sich gegen den Verlust eines Schiffes zu versichern.
Wenn ein Schiff nicht in den Hafen zurückgekehrt
ist musste in diesem Fall weder das Darlehen zurückbezahlt werden, mit welchem das Schiff finanziert wurde noch die bis dahin fälligen
Zinsen.
Der Versicherungsbeginn auf kaufmännischer Basis war die Einführung der Seeversicherung im Mittelmeerraum.
Sie hat ihren Vorläufer in dem aus dem grie-chischen stammenden Seedarlehen, bei dem das für einen Transport - als Sicherheit für
einen Verlust - bereitgestellte Kapital nur dann mit den vereinbarten Zinsen zurückzuzahlen war, wenn das Schiff wohlbehalten mit der
Ware im Hafen eingetroffen war.
Als ältester echter Seeversicherungsvertrag gilt eine im Staatsarchiv von Genua aufbewahrte
Urkunde aus dem Jahre 1347...
Wie effizient man eine Versicherungspolice im einzelnen nutzen kann, liegt maßgeblich an den Lebensumständen des Versicherungsnehmer, so wie - an der Wahl der richtigen Versicherungs- gesellschaft.

Auch Erfahrungsberichte der anderen Versicherten können bei der Wahl und der Entscheidung für das richtige Versicherungs- unternehmen helfen.
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